Business Netzwerk aufbauen über Facebook

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Networking (deutsch  Netzwerken) bedeutet den Aufbau und die Pflege von persönlichen und beruflichen Kontakten. Ziel ist ein Netzwerk aus einer Gruppe von Personen, die zueinander in Beziehungen stehen und sich privat, vor allem aber beruflich unterstützen, helfen oder kooperieren, ohne dass dabei Leistung und Nutzen für Dritte (wie Kunden, Unternehmen, Gesellschaft oder Staat) relevant ist. (Quelle Wikipedia)

Laut dem Wiki-Artikel entstand das Networking schon vor 200.000 Jahren, als sich Jagdgruppen vernetzten, um ihre Kontakte zu pflegen.

Facebook bietet meines Erachtens, aufgrund der umfangreichen Informationen und Möglichkeiten, die optimale Plattform um sich effektiv zu vernetzen. Wenn man seinen Berufszweig oder einen Oberbegriff in die Suchleiste eingibt und dann links die Option „Gruppen“ anwählt, wird man schnell fündig.

Business Netzwerk Social Media und Facebook aufbauen

Der Vorteil bei dem Eintritt in eine solche Gruppe liegt auf der Hand. Alle verfolgen das gleiche Thema. Dazu wird man kostenlos und ohne eigenes Mittun mit relevanten Neuigkeiten versorgt. Theoretisch wäre es sogar schon ein Mehrwert, wenn man die Beiträge regelmäßig passiv mitliest.

Du willst aber mehr. Du willst Dich auf Deinem Gebiet als Experte etablieren, Bekanntheit schaffen, vernetzen und so wiederum Aufträge generieren. In diesem Fall ist ein wenig mehr Einsatz gefragt, aber Du wirst von Deinem Engagement mittelfristig profitieren – versprochen!

Und so gehst Du vor:

Veröffentliche z. B. Artikel zu Deinem Fachgebiet in einer themennahen Gruppe. Die Artikel haben nur 2 Bedingungen. Schaffe Mehrwert für die Mitglieder – so viel möglich. Tipps, Tricks, Kniffe & Neuerungen sind z. B. immer beliebt. Preise Deine Dienstleistungen dabei nicht an. Mit keinem Wort! Der Mensch ist neugierig, wird er Bedarf haben, so wird er sich aufgrund Deines Engagement schon mit Dir auseinander setzen und sehen, dass Du Dienstleistungen auf diesem Gebiet anbietest.

Oder wenn Du Mitglied in einer Gruppe bist und Du siehst, dass jemand eine Frage stellt, auf die Du die Antwort kennst. Antworte ihm mit der Lösung. Nicht mit Deiner Dienstleistung.

Mit diesen beiden Faktoren schaffst Du vertrauen und Expertise. Dein Netzwerk wird sich so zwangsläufig vergrößern und Du generierst so weitere Aufträge. Kommst Du mit jemanden über die Kommentarfunktion ins Gespräch, kannst Du das Gespräch privat via PN weiter führen. Siehe unten.

Wichtig! Sei immer freundlich, bewahre Haltung und behandle jeden mit Respekt. Nach einer Zeit ist es in Gruppen oft so, dass sich viele Fragen wiederholen und man sich selbst denkt: „Das habe ich gestern doch schon beantwortet.“ In diesen Situationen trennt sich die Spreu vom Weizen. Lasse Deiner Emotion niemals freien lauf! NIEMALS! Das schadet Deinem Ansehen und demzufolge Deiner Reputation. Niemand macht Business mit einem Choleriker. Hast Du nichts Gutes mit Mehrwert zu sagen, sagst Du am besten gar nichts.

Die größten Fehler beim Networking

Ich selbst engagiere mich in 2 Gruppen und habe zusätzlich eine weitere Gruppe, die ich selbst administriere. Aufgrund meines Engagements, es könnte weitaus mehr sein, bekomme ich wöchentlich 3-5 Freundschaftsanfragen.

Man muss diese Freundschaftsanfragen in 4 Kategorien einordnen.

Kategorie 1: Wortlose Anfrage.

Auch nach der Annahme der „Freundschaft“ kommt keine Mail.

Nutzen für beide: 0! Ich weiß nicht wer die andere Person ist und die andere Person will offenbar auch nichts über mich wissen.

Mein Gefühl dabei: Leere.

Kategorie 2: Anfrage mit Text inkl. Bewerbung der eigenen Dienstleistung oder Produkt.

Manchmal vor und manchmal nach einer Anfrage kommt eine Mail. „Hey, ich bin *** und ich verkaufe ***. Wenn Du Bedarf hast, melde Dich. Viel Grüße“

Nutzen für beide: 0! Selbst wenn mein Gegenüber das allergeilste Produkt auf dem Markt hätte, I don´t care. Ich möchte einfach keinen Kontakt, der mir direkt versucht seine Dienstleistung anzudrehen.

Mein Gefühl dabei: Überrumpelt und gleichzeitig fühle ich mich wie jemand, der einfach angezapft werden soll. Mein eigener Mehrwert ist mir dabei schleierhaft.

Kategorie 3: Anfrage – mit oder ohne Text. Einladungen für Gruppen/ Seiten.

Manchmal passiert es mir, dass ich eine Anfrage erhalte, egal ob mit oder ohne Text, und nachdem ich die Anfrage bestätigt habe, hagelt es Einladungen zu Gruppen und Seiten.

Nutzen für beide: 0! Ich like meistens weder die Seite, noch bleibe ich länger als 2 Minuten in der Gruppe. Meistens hat die Seite oder Gruppe nicht mal was mit meinem Thema zu tun. Es gibt auch Menschen, die sind sehr hartnäckig und laden mich ein Weiteres mal ein, nachdem ich schon mal ausgetreten bin. In dem Fall muss ich die Leute leider aus meiner Kontaktliste löschen.

Mein Gefühl dabei: Ähnlich wie bei Beispiel 2 – es fühlt sich einfach unfassbar dreist und egoistisch an.

Kategorie 4: Mail mit oder ohne Anfrage.

„Hey, ich habe Deinen Beitrag in der Gruppe *** gelesen und fand ihn sehr spannend. Ich heiße *** und komme aus *** und bin Geschäftsführer von ***. Was genau machst Du und Dein Unternehmen? Bietest Du Deine Dienstleistung auch überregional an?“

Das reicht meistens schon. Es entsteht ein gegenseitiges Kennenlernen und Interaktion. Der Empfänger fühlt sich einfach wertgeschätzt, weil es nämlich um ihn geht. Die Wissenschaft der Psychologie hat schon lange herausgefunden, das der Mensch auf Egoismus aufgebaut ist. Am liebsten redet er über sich selbst. Über 90% seiner Handlungen und Entscheidungen entstehen aus der Emotion und nur 10% sind rationaler Natur.

Wichtig ist, dass nachdem der Empfänger geantwortet hat, der Antragsteller weitere Fragen stellt. Das eigene Unternehmen spielt dabei 0 bis -10 eine Rolle. Allein der Empfänger steht im Mittelpunkt. Wenn man diese ein kleine Regel im Gespräch beherzigt, wird zwangsläufig auch vom Empfänger die Gegenfrage gestellt: „Was machst Du eigentlich?“ Und jetzt ist Dein Zeitpunkt gekommen. Er hat ja gefragt, Du darfst jetzt also Dich und Dein Unternehmen genauer vorstellen.

Das war der Einstieg. Eine Beziehung ist hergestellt und jeder weiß jetzt, was der andere macht. Jetzt kommt aber die Königsdisziplin, die viele einfach vergessen. Dieses eine Gespräch reicht einfach nicht, um mittelfristig miteinander ins Geschäft zu kommen oder empfohlen zu werden. Man muss diese Beziehung unbedingt aufrecht erhalten, pflegen und auf Persönlichkeit weiter ausbauen.

Ich mache es idR. so:

Nachdem man „befreundet“ ist sieht man ja z. B. welche Beiträge der andere liket oder kommentiert. Wenn ich eine Person also unbedingt enger an mich und meine Person binden möchte, dann beobachte ich, was die Person liket und suche nach konkreten Informationen zu dem Thema. Es ist sekundär, ob sich diese Infos auf geschäftlicher oder privater Ebene bewegen.

Die Person liked was zum Thema surfen. Ich sende der Person eine Mail mit einem spektakulärem Surfvideo.

„Hi ***, ich habe letztens gesehen, dass Du Dich auch für das Surfen interessiert. Ich habe gerade dieses Video gesehen und dachte mir, dass wird Dir auch bestimmt gefallen. Viele Grüße, Patrick“ That´s it. So wird eine neue Verbindung hergestellt und Dein Gegenüber fühlt sich wertgeschätzt. Immerhin hast Du an ihn gedacht und ihm was geschenkt. Eure Verbindung wird sich dadurch verstärken.

Wenn Du in Deinem Netzwerk jemanden hast, der eine Dienstleistung anbietet, die Du privat und geschäftlich benötigst, so schließe bei dieser Person ab. Du brauchst die Dienstleistung ja sowieso. Eure Bindung wird wieder verstärkt und es erschließen sich neue Gemeinsamkeiten.

Tipp:

Füge zu Deinem Profil Deine Position und Firma hinzu. So können die Leute schnell sehen auf welcher Entscheiderebene Du bist und zu welcher Firma Du gehörst.

Fazit:

Networking ist einfach, wenn man nur ein paar gewisse Grundregeln beherrscht. Geben ist seeliger denn Nehmen. Gib und Du bekommst. Sei stets freundlich, zuvorkommend und verschenke Dein Wissen. Man spricht im Networking von der 70:30 Regel. 70% redet der andere, 30% Du. Die Leute sind satt von plumper Werbung, versuche also Deine Werbebotschaften gering zu halten und nur punktuell zu setzen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Netzwerken und gute Geschäfte.

Gruppentipp:

Wenn Du aus dem Raum Oberberg kommst, Unternehmer, Selbständiger oder Entscheider bist, bist Du auch herzlich in unsere Unternehmergruppe Oberberg eingeladen. Das Ziel dieser Gruppe ist es, sich zu vernetzen und einander zu helfen.

 


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